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Theo als Kleinkind

ACHTUNDSECHZIGER

hatten es auch nicht so wirklich leicht. Als Beweis soll dieses Kindheitsfoto von West dienen: die Generation musste in solchen Klamotten rumlaufen. Die Mütze war übrigens von Mutti persönlich geklöppelt, gehäkelt oder gestrickt - wie auch immer sowas in der Zeit hergestellt wurde.

 

Theos Führerschein

VOLLJÄHRIG

zu sein, bedeutete damals vor allem, endlich den Führerschein machen zu können. Wie Sie auf diesem Foto erkennen können, hatte in der Zwischenzeit zwar glücklicherweise die Bekleidungsindustrie Fortschritte gemacht, allerdings war es zu der Zeit geradezu eine Pflicht, die Haare lang zu tragen. Für Inhaber von eher glattem strähnigem Haar war das nicht immer von Vorteil. Bedingt durch natürliche nicht zu beeinflussende Faktoren, hat West dieses Problem hinter sich lassen können und ist froh, bis zum Ende seines Lebens kein Geld für Shampoo mehr im Supermarkt lassen zu müssen.

THEO WEST WURDE

am 1. Februar 1968 in Witten geboren. Klaglos ließ er Rudolf-Steiner-Kindergarten, Grundschule, Konfirmandenunterricht und Gymnasium über sich ergehen, bis er schließlich als erstes von vier Geschwistern Abitur hatte. Jahre danach suchte Hansjörg Thurn (Die Wanderhure) für die Anfänge des Kabelpilotprojektes in Dortmund interessante Personen für Fernsehbeiträge. Ein Freund drückte ihm West aufs Auge, und so hatte dieser den Fuß in der Tür. Noch während seines Studiums der Journalistik an der Uni Dortmund folgten Beiträge für das damals innovative Magazin "ZAK" des WDR, dann wurde West Reporter und Moderator bei TeleWest, dem damaligen Regionalmagazin von RTL. Hier startete er seine Kult-Reportagereihe "Theo auf Touren", die über fünfzig Mal ausgestrahlt wurde.

Theo in Kerle wie wir

KERLE WIE WIR

So lautete der Titel der ersten wöchentlich ausgestrahlten Serie im Kabelpilotprojekt Dortmund. Sie handelte von zwei Reportern, die in Dortmund journalistisch mal so richtig aufräumten. Regisseur der Serie war Hansjörg Thurn, der Mann, der heute Megablockbuster für Fernsehsender schafft. "Die Wanderhure" oder "Die Schatzinsel" gehen auf sein Konto. Theo West spielte damals den "Herribert Stenz" und erinnert sich gern an Dreharbeiten im T-Shirt für die Frühlingsfolgen bei drei Grad plus im März. Butterbrote mussten mitgebracht werden, wollte man bei den langen Drehtagen nicht verhungern. Alle aus diesem Kabelpilotprojekt sind komischerweise irgendwas geworden. Und es hat Spaß gemacht, für die damals verkabelten geschätzten 275 Haushalte diese Serie zu produzieren.

 
 

Theo auf Touren

THEO AUF TOUREN

wurde sicherlich ein so großer Erfolg, weil West es schaffte, ohne Rücksicht auf TV-Konventionen seiner jeweiligen Eingebung zu folgen und immer genau die Fragen zu stellen, die ihm am Herzen lagen. Er folgte Einladungen von Zuschauern zu deren privater Geburtstagsfeier, fragte internationale Tennisstars, ob sie beim Spiel Tennissocken tragen, wollte von Prominenten bei Filmbällen wissen, warum sie wichtig seien und schaffte es sogar, unbeschadet die Dreharbeiten bei einem Gothic-Treffen auf der Kölner Domplatte zu überstehen. Ohne Rücksicht auf Verluste führte er hier biedere Haufrauen und hypergestylte Schwarze zum Gespräch zusammen und erhielt so einen Platz im Herzen aller beteiligten Parteien. (Mehr zu "Theo auf Touren" hier)

Noch während seiner Tätigkeit für das Regionalmagazin bekam West Kontakt zu anderen Produktionen und arbeitet seitdem als Reporter oder Moderator für viele verschiedene Sender und Sendungen. Einen Ausschnitt daraus finden Sie auf der Seite "Sendungen".

 
 
Theo in Theo auf Touren